Nutzung von Regionaldaten und georeferenzierten Daten
Das Forschungsdatenzentrum (FDZ) des FGZ bietet die Möglichkeit, Teile des Datenangebots georeferenziert zu nutzen. Dabei können befragtenspezifische Kontextinformationen – beispielsweise Gemeindegrößenklasse, Postleitzahl, Gemeindekennziffern oder microm-Daten – mit den Befragungsdaten verknüpft werden.
Unter strengen Datenschutzauflagen besteht die Möglichkeit, den exakten Wohnort der Befragten zu nutzen, um externe Kontextdaten mit den FGZ-Daten zu kombinieren. Auf diese Weise können grundsätzlich beliebige regionale Kontextdaten mit den Befragungsdaten zusammengeführt und für Analysen genutzt werden.
Unser Datenschutzkonzept zur Nutzung von Regionaldaten orientiert sich stark am Konzept des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP).
Arten der Georeferenzierung
Im Datensatz des German Social Cohesion Panels ist die Variable Bundesland und Ostwest bereits enthalten.
Für die Nutzung weiterer Regionaldaten gelten zusätzliche datenschutzrechtliche Bestimmungen.
Grundsätzlich unterscheiden wir vier Kategorien von Georeferenzierung:
- nicht restriktiv
- weniger restriktive Regionalindikatoren
- restriktive Regionalindikatoren
- faktisch anonymisierte Adressdaten der Befragtenhaushalte
Regionalindikatoren (nicht restriktiv)
Nicht restriktive Regionalindikatoren werden mit den Scientific Use Files des FDZ-FGZ ausgegeben.
Voraussetzungen:
- Vorlage eines Datenweitergabevertrags und einer Datenschutzerklärung zur Registrierung als SCP-Nutzer:in
Verfügbare Variablen: Bundesland, Ost-/Westdeutschland
Regionalindikatoren (weniger restriktiv)
Weniger restriktive Regionalindikatoren können direkt an der eigenen Institution genutzt werden.
Voraussetzungen:
- Registrierung als SCP-Nutzer:in
- Vorlage eines Datenschutzkonzepts, das den sicheren Umgang mit den Daten gewährleistet. Das Datenschutzkonzept muss Angaben zu den Personen enthalten, die mit den Daten arbeiten werden (Zugriffskontrolle), die Verfahren zum regelmäßigen Wechsel von Passwörtern beschreiben (Zugangskontrolle) sowie den Ort und den Rechnertyp benennen, auf dem die Daten gespeichert werden sollen (Zutrittskontrolle). Darüber hinaus müssen Maßnahmen beschrieben werden, die sicherstellen, dass die Daten nicht auf anderen Rechnern – beispielsweise auf privaten oder heimischen PCs – genutzt werden können (Zugangskontrolle).
Verfügbare Variablen: Bundesland/NUTS1, Raumordnungsregionen (seit 1996), Gemeindegrößenklasse
Regionalindikatoren (restriktiv)
Restriktive Regionalindikatoren können ausschließlich am Gastwissenschaftsarbeitsplatz des FDZ am SOCIUM in Bremen genutzt werden.
Voraussetzungen:
- Registrierung als SCP-Nutzer:in
- Vorlage einer Skizze des Forschungsvorhabens
- Unterzeichnung einer Datenschutzerklärung zur Nutzung des Gastwissenschaftsarbeitsplatzes
(Liste der verfügbaren Variablen folgt)
Geokoordinaten der Befragtenhaushalte
Unter besonders geschützten Bedingungen können faktisch anonymisierte Adressdaten der Befragtenhaushalte zur Erstellung von Kontextbezügen genutzt werden.
Die Nutzung erfolgt ausschließlich am Gastwissenschaftsarbeitsplatz des FDZ am SOCIUM der Universität Bremen. Dabei wird ein spezielles Datenschutzkonzept angewendet, das sicherstellt, dass Adressdaten und Befragungsdaten zu keinem Zeitpunkt im selben Datensatz gespeichert werden.
Voraussetzungen:
- Registrierung als SCP-Nutzer:in
- Vorlage der Skizze des Forschungsvorhabens
- Unterzeichnung einer Datenschutzerklärung zur Nutzung des Gastwissenschaftsarbeitsplatzes
Verfügbare Daten: Faktisch anonymisierte Adressdaten der Befragtenhaushalte
Verfügbare georeferenzierte Datensätze
Georeferenzierte Daten liegen derzeit für folgende Datensätze vor:
- German Social Cohesion Panel: Welle 1, Welle 2
Für diese Wellen stellt das FDZ Microm- und infas360-Kontextdaten bereit. Diese können ausschließlich am Gastwissenschaftsarbeitsplatz mit den Surveydaten des German Social Cohesion Panels verknüpft und analysiert werden.
Kontakt
Bei Fragen zur Nutzung georeferenzierter Daten wenden Sie sich bitte an:
